Mobbing
Gemobbt wird,
wer wiederholt
und über einen längeren Zeitraum negativen
Handlungen von anderen ausgesetzt wird.
Der
soziale
Prozess
und
die
soziale
Situation
des
Betroffenen
Bedingung
ist
zum
Einen,
dass
sich
in
der
betreffenden
Gruppe
eine
hierarchische
Ordnung bzw. eine
„Hackordnung“
(wie auf dem Hühnerhof) herausgebildet hat. Zum
Anderen
existieren
Situationen
geringer
Kontrolle
von außen.
Die
Hackordnung
hilft
dem
Mobber,
als
Sündenbock
und
Ziel
seiner
Angriffe
das schwächste Glied
der Gruppe
ausfindig zu machen. Wer auf den untersten Plätzen der Hierarchie
rangiert,
kann sich wenig wehren, lässt sich relativ leicht isolieren und
kann damit
dauerhaft in einer Opferrolle gedrängt werden.
Angriffe
gegen
Statusniedrige
werden
von
den
anderen
Gruppenmitgliedern
leichter
akzeptiert
und
erlauben
den
Angreifern häufig sogar, ihre eigene Beliebtheit und Anerkennung
zu erhöhen sowie
soziale Unterstützung zu erhalten. Die
gezielteren
Angriffe
werden
hingegen
dann
in
Situationen ausgeführt, welche nur wenig
beobachtet sind und wo kaum
Kontrolle existiert.
In
dem
Prozess
gibt
es
eine
Vielzahl
von
Rollen
innerhalb
der
Gruppe:
- die
Außenstehenden,
- das
Opfer,
- die
Verteidiger
des
Opfers,
- der
Täter,
- der
Assistent
oder
die
Verstärker des Täters.
Schon wenn Mobbing beginnt, muss
dem Täter sofort unmissverständlich klar
gemacht werden, dass sein Mobbing nicht hingenommen wird und er
unverzüglich damit
aufzuhören hat!
Dem
Opfer
hingegen
muss
die
Angst
genommen
werden,
damit es nicht die
bedauerliche Situation,
in der es sich befindet, vor seiner Umwelt
zu
verbirgt. Die Partner des Opfers müssen aber auch wirklich die
Verantwortung dafür übernehmen, das die Situation des Opfers
zum Guten geändert wird.
Ein
Gespräch
in
der
gesamten
Gruppe
ist
unausweichlich, damit
das aufgetretene Problem öffentlich gemacht wird.
In jedem
vierten
Luxemburger Unternehmen gibt es Mobbingprobleme
Offiziell
verfolgt
in
jedem
Unternehmen
mit
mehr
als
100 Beschäftigten der
Personalverantwortliche eine Strategie zur Mobbingabwehr. In
Wirklichkeit wird sie jedoch nur in der Hälfte dieser
Unternehmen auch aktiv umgesetzt.
Quelle:
Une
société luxembourgeoise sur quatre lutte
contre le harcèlement au travail. Paperjam
Kommunikee
23.02.2006, (Robert
Half,
International)
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