Die Verteilung
der Bruttomonatsgehälter
Was
verdient man denn so in Luxemburg?!
Im
Jahre
2002 hat das Bruttomonatsgehalt der Vollzeit arbeitenden
Beschäftigten im
Durchschnitt 3.720 Euro betragen.
Das
erscheint
etwas hoch zu liegen, aber 30 % der Beschäftigten in
Luxemburg
arbeiten im Bankensektor, und hierin sind auch Prämien und
Gratifikationen
aller Art eingeschlossen. Wenn man den Bankensektor weglässt, so
liegt der
Durchschnitt bei 3.210 Euro.
Die
im
hier angeführten Statistikbericht dargestellte Grafik lässt
eine bedeutende
Asymmetrie der Verteilung erkennen. 30 % der Bruttogehälter liegen
unter 2.500 Euro, und so ziemlich 20 % der Bruttogehälter
über
5.000 Euro. Die
meisten Gehältern
liegen aber zwischen 2.000 Euro und 4.500 Euro
Der
Median
ist statistisch der Wert, der alle Personen genau zur Hälfte
aufteilt. Er
beträgt in diesem Falle 3.117 Euro. Das heißt die
Hälfte
aller Personen liegen
unter und die andere Hälfte über diesem Wert.
Einkommensbilanz:
Durch
die gewachsene Zahl von Grenzgängern ist der Negativsaldo
hinsichtlich
der Gehaltseinkommen von 3,4 Milliarden Euro auf 3,7 Milliarden Euro
angestiegen.
Nach
dem
EU-Kriterium von (relativer) Armut liegt der Anteil der
Armutsbevölkerung im
Großherzogtum in 2003 bei 10,2 %.
Eine
große
Divergenz in der Verteilung ist festzustellen, wenn man die
Gehälter nach
männlich / weiblich differenziert betrachtet. 10% der Männer,
aber 23 % der
Frauen verdienen weniger als 2.000 Euro. Noch 7 % der Männer, aber
nur noch 2 % der
Frauen verdienen mehr als 7.500 Euro im Monat.
Nach einem aktuellen
Bericht von Statec (Regards n° 8-2011) liegen die
durchschnittlichen Lohnkosten Luxemburgs ähnlich hoch wie in den
angrenzenden Gebieten der Großregion. Nach Branchen betrachtet
ergibt sich jedoch ein differenziertes Bild: in der Gastronomie und in
der Industrie liegen die Luxemburger Gehälter darunter, in dem
Finanzsektor darüber. Die Arbeitszeiten pro Beschäftigten und
pro Jahr liegen in Luxemburg vergleichsweise am höchsten.
Quelle:
Statec (Regards n° 8-2011): Le
niveau du coût de la main-d'oeuvre et la durée de travail
dans la Grande Région. 05.04.2011.
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