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6. April 2011

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Sind Grenzgänger unterbezahlt?

Die Grenzgänger als Gegenstand der Forschung



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Die Verteilung der Bruttomonatsgehälter

Was verdient man denn so in Luxemburg?!

Im Jahre 2002 hat das Bruttomonatsgehalt der Vollzeit arbeitenden Beschäftigten im Durchschnitt 3.720 Euro betragen.

Das erscheint etwas hoch zu liegen, aber 30 % der Beschäftigten in Luxemburg arbeiten im Bankensektor, und hierin sind auch Prämien und Gratifikationen aller Art eingeschlossen. Wenn man den Bankensektor weglässt, so liegt der Durchschnitt bei 3.210 Euro.

Die im hier angeführten Statistikbericht dargestellte Grafik lässt eine bedeutende Asymmetrie der Verteilung erkennen. 30 % der Bruttogehälter liegen unter 2.500 Euro, und so ziemlich 20 % der Bruttogehälter über 5.000 Euro. Die meisten Gehältern liegen aber zwischen 2.000 Euro und 4.500 Euro

Der Median ist statistisch der Wert, der alle Personen genau zur Hälfte aufteilt. Er beträgt in diesem Falle 3.117 Euro. Das heißt die Hälfte aller Personen liegen unter und die andere Hälfte über diesem Wert.

Einkommensbilanz: Durch die gewachsene Zahl von Grenzgängern ist der Negativsaldo hinsichtlich der Gehaltseinkommen von 3,4 Milliarden Euro auf 3,7 Milliarden Euro angestiegen.

Nach dem EU-Kriterium von (relativer) Armut liegt der Anteil der Armutsbevölkerung im Großherzogtum in 2003 bei 10,2 %.

Eine große Divergenz in der Verteilung ist festzustellen, wenn man die Gehälter nach männlich / weiblich differenziert betrachtet. 10% der Männer, aber 23 % der Frauen verdienen weniger als 2.000 Euro. Noch 7 % der Männer, aber nur noch 2 % der Frauen verdienen mehr als 7.500 Euro im Monat.


Nach einem aktuellen Bericht von Statec (Regards n° 8-2011) liegen die durchschnittlichen Lohnkosten Luxemburgs ähnlich hoch wie in den angrenzenden Gebieten der Großregion. Nach Branchen betrachtet ergibt sich jedoch ein differenziertes Bild: in der Gastronomie und in der Industrie liegen die Luxemburger Gehälter darunter, in dem Finanzsektor darüber. Die Arbeitszeiten pro Beschäftigten und pro Jahr liegen in Luxemburg vergleichsweise am höchsten.

Quelle:
Statec (Regards n° 8-2011): Le niveau du coût de la main-d'oeuvre et la durée de travail dans la Grande Région. 05.04.2011.


Weitere Informationen

CSL: Panorama social 2011 (PDF)

L'ÉCONOMIE LUXEMBOURGEOISE EN 2004 ET ÉVOLUTION CONJONCTURELLE RÉCENTE
Mai 2005 (Manuscrit clôturé le 12 mai 2005), Statec, SERVICE CENTRAL DE LA STATISTIQUE ET DES ETUDES ECONOMIQUES, p. 10.

Der Lohn der Mühe


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