Goldener Boden
für
deutsche Handwerker?
Das
Luxemburger
Handwerk
ist
schon
ein
eigenartiges Thema. Man weiß als Außenstehender nicht
so leicht, was man
davon halten soll.
Einmal
hört
man,
es
sei ein
Wachstumssektor und eine wesentliche Säule der luxemburgischen
Volkswirtschaft. Zum anderen wird
darüber geklagt,
dass der Nachwuchs fehle. Dann hört, wer eine Ausbildung sucht,
dass dieser
oder jener Beruf vom Aussterben bedroht sei oder Luxemburg zu wenig
Aussichten
(oder etwa Ausbildungsmöglichkeiten?) böte.
Und ... und ...
Es
ist
daher
recht
verdienstvoll, dass dieses Thema einer neuerlichen Einschätzung
unterzogen wird,
untermauert
durch ein wenig Statistik.
Über
die Jahre
starke Veränderungen bei Unternehmen und Beschäftigten
Im Vergleich zur Gesamtwirtschaft stellt das Handwerk 18% aller
Unternehmen, 20% der Beschäftigten und 1% der Investitionen. Von
1970 auf 2002 ist die Anzahl der Unternehmen von 5.004 auf 4.355
gefallen, die der Beschäftigten von 17.246 auf 52.613 gestiegen,
die der Nicht-Gehaltsempfänger von 8.058 auf 4.415 gefallen. Die
Zahl der im Handwerk beschäftigten Luxemburger ist von noch 26% im
Jahre 1993 auf 18% im Jahre 2002 gefallen.
Der Anteil der in Luxemburg Ansässigen ausländischer
Nationalität hat sich von 47 % auf 43 % verringert.
Spektakulär gestiegen ist der Anteil der Grenzgänger im
Handwerk: von 27 % im Jahre 1993 auf 39 % im Jahre 2002.
Interessant sind dabei auch die starken Unterschiede im Hinblick auf
die Staatsangehörigkeit der Beschäftigten. Von 1980 auf 2002
ist der Anteil der Portugiesen von 48% auf 36% zurückgegangen, der
Italiener von 22% auf 5%. Der Franzosen von 11 % auf 30 %
gestiegen, der Deutschen von 8 % auf 11 %, der Belgier von 5 % auf 11
%, übrige von 6 % auf 7 %.
Quelle:
Michel
Brachmond, Norry Dondelinger, « L’artisanat
luxembourgeois:
un
pilier
important de l’économie nationale », forum Nr. 230, Oktober
2003.
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