Chambre des Métiers
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28. März 2011

Stadt Luxemburg

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Die Berufe im Handwerk




Goldener Boden für deutsche Handwerker?

Das Luxemburger Handwerk ist schon ein eigenartiges Thema. Man weiß als Außenstehender nicht so leicht, was man davon halten soll.

Einmal hört man, es sei ein Wachstumssektor und eine wesentliche Säule der luxemburgischen Volkswirtschaft. Zum anderen wird darüber geklagt, dass der Nachwuchs fehle. Dann hört, wer eine Ausbildung sucht, dass dieser oder jener Beruf vom Aussterben bedroht sei oder Luxemburg zu wenig Aussichten (oder etwa Ausbildungsmöglichkeiten?) böte.
Und ... und ...

Es ist daher recht verdienstvoll, dass dieses Thema einer neuerlichen Einschätzung unterzogen wird, untermauert durch ein wenig Statistik.

Über die Jahre starke Veränderungen bei Unternehmen und Beschäftigten

Im Vergleich zur Gesamtwirtschaft stellt das Handwerk 18% aller Unternehmen, 20% der Beschäftigten und 1% der Investitionen. Von 1970 auf 2002 ist die Anzahl der Unternehmen von 5.004 auf 4.355 gefallen, die der Beschäftigten von 17.246 auf 52.613 gestiegen, die der Nicht-Gehaltsempfänger von 8.058 auf 4.415 gefallen. Die Zahl der im Handwerk beschäftigten Luxemburger ist von noch 26% im Jahre 1993 auf 18% im Jahre 2002 gefallen.

Der Anteil der in Luxemburg Ansässigen ausländischer Nationalität hat sich von 47 % auf 43 % verringert. Spektakulär gestiegen ist der Anteil der Grenzgänger im Handwerk: von 27 % im Jahre 1993 auf 39 % im Jahre 2002.

Interessant sind dabei auch die starken Unterschiede im Hinblick auf die Staatsangehörigkeit der Beschäftigten. Von 1980 auf 2002 ist der Anteil der Portugiesen von 48% auf 36% zurückgegangen, der Italiener von 22% auf 5%.   Der Franzosen von 11 % auf 30 % gestiegen, der Deutschen von 8 % auf 11 %, der Belgier von 5 % auf 11 %,    übrige von 6 % auf 7 %.

Quelle:
Michel Brachmond, Norry Dondelinger, « L’artisanat luxembourgeois: un pilier important de l’économie nationale », forum Nr. 230, Oktober 2003.



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